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Ortsverband

Gedenken an Gerhard Weiß

Am 9. April 1932, wurde der Glienicker Antifaschist und Kommunist Gerhard Weiß von einem Schönfließer Nazi erschossen.

Einen Tag vor der Reichspräsidentenwahl am 10. April schützte Gerhard Weiß Plakate der KPD, die gegen Adolf Hitler gerichtet waren und gleichzeitig vor der Wahl Paul von Hindenburgs warnten, als ihm sein Mörder begegnete.

Trotz Corona-Einschränkungen traf sich DIE LINKE Glienicke über den Tag verteilt am Gedenkstein für Gerhard Weiß auf dem Friedrich-Wegner-Platz. Auch die Gemeinde Glienicke gedachte mit einem Gebinde.

Wie wichtig angesichts rechtsradikalen Terrors das Treffen mit Zeitzeugen ist, wurde besonders deutlich, als Peter Neuhof, der Gerhard Weiß als Jugendlicher erlebt hat, aus seinem Leben berichtete. Er hat uns eine Kopie der sogenannten "Straffreiheitsache" übergeben, mit der der Oberstaatsanwalt des Landgerichts Berlin den Vorsitzenden der Strafkammer auffordert, das Verfahren gegen Janowski, den Mörder von Gerhard Weiß einzustellen. Als Begründung wird angegeben, dass der Mord von dem "Angeschuldigten im Kampf für die nationale Erhebung des Deutschen Volkes" begangen wurde und dass das Verfahren deshalb eingestellt werden sollte.

Schaut man sich das Dokument genauer an, dann sieht man, dass es auf den 6. März 1933 datiert ist, also noch vor der empörenden Verordnung über die Straffreiheit vom 21. März 1933 verfasst wurde.

 

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